Journal
5.6.2026
Rückblick – 7'200 Eintritte an der zweiten Ausgabe «Einblick Basel»

Wertvolle Begegnungen, nachhaltige Eindrücke: Die 66 Institutionen von «Einblick Basel» verzeichneten 7’200 Eintritte
Am 5. Juni 2026 fand zum zweiten Mal «Einblick Basel» statt. 66 soziale Institutionen öffneten von 14 bis 20 Uhr ihre Türen für die breite Öffentlichkeit, boten Einblick in ihre Arbeit und erzählten aus ihrem Alltag. Auf dem Programm standen eindrückliche Begegnungen, aufschlussreiche Gespräche und neue Perspektiven auf das Leben in unserer Stadt. «Einblick Basel» machte das grosse soziale Angebot in Basel sichtbar und erfreute sich über viele interessierte Besuchende. Die Institutionen zählten 7’200 Eintritte, knapp 40% mehr als 2025 (5’200).
Begegnungen, die bleiben
Welche Chancen eröffnen begleitete Arbeitsplätze für Menschen mit Beeinträchtigung? Was bedeutet Armut jenseits von Zahlen? Wie funktioniert Kindes- und Erwachsenenschutz in der Praxis? Mit «Einblick Basel» fanden diese Fragen konkrete Antworten; nicht in Vorträgen, sondern in echten Begegnungen. So kamen Besuchende bei der gaw – Gesellschaft für Arbeit und Wohnen in einem Fachreferat mit Betroffenen ins Gespräch. Das Tageshaus für Obdachlose machte Armut mit Pinsel und vier Stichworten künstlerisch erfahrbar. Und bei der Suchthilfe Region Basel blickten Besuchende hinter die Kulissen einer stationären Therapie.
Solche Begegnungen sind das Herzstück von «Einblick Basel»: Die Veranstaltung richtet sich gleichermassen an Angehörige und Betroffene, die sich niederschwellig über bestehende Angebote informieren möchten, an Fachpersonen und Berufseinsteiger:innen aus dem sozialen Bereich und an alle, die das soziale Basel neu entdecken wollen. Dank rund 150 Programmangeboten konnte man sich neben den oben erwähnten mit weiteren Themenbereichen, darunter Alter, Migration oder psychischen Erkrankungen auseinandersetzen.
22 geführte Touren durch das soziale Basel
Besonders beliebt waren die 22 geführten Touren. Zu Fuss oder per Velo führten sie durch verschiedene Quartiere und beleuchteten unterschiedliche Themen und Institutionen. Persönlichkeiten aus Basel teilten ihren Blick auf das soziale Basel: Ismail Mahmoud (Grossrat) zeigte, wie vielschichtig Armut sein kann.Lisa Mathys (Grossrätin) führte von der Breite ins Kleinbasel und beleuchtete die Bedeutung integrativer Arbeitsplätze und die Gefahr einer Schuldenspirale. Mit Gael Plo besuchten Interessierte drei Institutionen im Kleinbasel, mit Einblicken in die wichtige Rolle der Jugendarbeit, insbesondere für Careleaver. Nicole Strahm-Lavanchy (Grossrätin) setzte ihren Fokus derweil auf kantonale Stellen. Und Roche engagierte sich gleich mit fünf eigenen Touren als Partnerin. Insgesamt nahmen 260 Personen an den geführten Touren teil.

Auch kantonale Stellen dabei
Bei der zweiten Ausgabe öffneten erstmals auch kantonale Stellen ihre Türen. Das RAV gab Einblick in die Geschichte und den Alltag eines Arbeitsamtes. Die KESB lud zu einer fiktiven Verhandlung ein und erläuterte, wie Verfahren im Kindes- und Erwachsenenschutz ablaufen. Die Abteilung Sucht widmete sich dem Thema Sucht mit der Frage: Ab wann endet Genuss und beginnt Abhängigkeit? Und die Sozialhilfe Basel-Stadt erklärte, wie sie Menschen in herausfordernden Lebenslagen begleitet, auch Geflüchtete. Mit der Beteiligung kantonaler Stellen wächst der Kreis der Institutionen, die «Einblick Basel» als Ort des Austauschs zwischen Fachleuten und der breiten Bevölkerung nutzen.
Positives Fazit und Ausblick
Der Verein Einblick Basel (Herausgeber) und das mgmt gmbh (Projektleitung) ziehen ein ausgesprochen positives Fazit. Die Veranstaltung verlief reibungslos. Die anregenden Gespräche, die vielen Fragen und die Offenheit in den Begegnungen haben einmal mehr bestätigt, wie gross das Bedürfnis nach einem Format wie «Einblick Basel» ist.
Die Projektleitung arbeitet bereits an einer Weiterführung. Die dritte Ausgabe von «Einblick Basel» ist am Freitag, 4. Juni 2027 geplant.
Statements
«Auch in unserem wohlhabenden Kanton Basel-Stadt gibt es Armut. Der Kanton ist für die Existenzsicherung und Sozialbeiträge zuständig. Neben dem Staat leisten zahlreiche Institutionen einen wichtigen und unverzichtbaren Beitrag zum sozialen Basel. Ich bin dankbar, dass «Einblick Basel» auch dieses Jahr wieder stattgefunden hat und der Bevölkerung so die ganze Bandbreite des sozialen Basel aufgezeigt werden konnte.»
– Kaspar Sutter, Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt
«Ein starkes Basel lebt vom Miteinander und vom Verständnis füreinander. Mit Einblick Basel werden soziale Institutionen sichtbar gemacht, die tagtäglich einen unverzichtbaren Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten. Als Basler Kantonalbank ist es uns ein Anliegen, solche Initiativen zu unterstützen und den Dialog zwischen Bevölkerung und sozialer Arbeit aktiv zu fördern.»
– Regula Berger, CEO Basler Kantonalbank
Grosser Dank an alle Unterstützer:innen
Die Veranstaltung wäre nicht realisierbar ohne das Engagement zahlreicher Unterstützer:innen und Partner:innen. Der Verein «Einblick Basel» dankt der Christoph Merian Stiftung, Roche, der Basler Kantonalbank, dem Swisslos-Fonds Basel-Stadt und diversen weiteren Unterstützer:innen herzlich für ihre grosszügige Unterstützung. Ein besonderer Dank gilt allen 66 Institutionen, die ihre Türen geöffnet haben, und allen Menschen, die ihre Geschichten geteilt haben.
Eindrücke aus den Institutionen
→ Auswahl Bilder und Grafiken
